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SINSHEIM
Tupolev 144 hat neuen Besitzer
Letzte Landeposition auf dem Museumsdach im AUTO & TECHNIK MUSEUM Sinsheim
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Mächtige Kräne hoben in erstaunlicher Präzision das 67 Meter lange, 30 Meter breite und immer noch 80 to. schwere Flugzeug auf das Dach des Museums, wo es auf einer eigens dafür errichteten Konstruktion befestigt wurde. Nach einer knappen Stunde schon konnten die Techniker des Museums die Befestigungsschrauben anbringen und den Stolz der russischen Luftfahrt auf seiner letzten Landeposition fixieren. Das Fundament für dieses Tragewerk aus 200 Kubikmeter Beton ruht im Boden der riesigen Ausstellungshalle. Ein Kubikmeter Beton wiegt ca. 2,3 to! Die darauf befestigte Stahlkonstruktion aus Rohren und Verstrebungen wiegt nochmals 50 to. Darauf hat das Flugzeug seinen endgültigen Standort gefunden und wartet in ca. 30 m Höhe weithin sichtbar auf Besucher.
Das große Abenteuer mit über 4.000 Kilometer Wassertransport von Moskau über russische Binnengewässer, Ostsee, Nordsee, Rhein und Neckar bis Heilbronn und der spektakuläre Transport über die Autobahn bei Nacht hat damit ein glückliches Ende gefunden. Aus der Ausstellungshalle wurde eine Wendeltreppe zu einer Plattform gebaut. Von dort kann man das Flugzeug besteigen. Es ist in einem Winkel von 15 Grad zum Hallendach, wie in Startposition, montiert.
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Die Tupolev 144, mit dem Spitznamen „Concordski“, war das erste Passagierflugzeug der Welt, das Überschallgeschwindigkeit erreicht hat. Der Erstflug war am 31.12.1968. Mit Mach 2,5 war sie schneller wie die französische Concorde. Die äußerlich der Concorde sehr ähnliche TU 144 sollte einst der Welt die Überlegenheit der sowjetischen Luftfahrtindustrie beweisen. Der vierstrahlige Jet hob am 31. Dezember 1968 zum Jungfernflug ab zwei Monate vor der Concorde. Am 26. Mai 1970 erreichte eine TU 144 mit 2150 Stundenkilometern in 16 960 Meter Höhe doppelte Schallgeschwindigkeit. Katastrophal endete eine Vorführung der TU 144 während der Pariser Flugzeugschau 1973: Bei einem riskanten Manöver stürzte die Maschine ab, 14 Menschen starben.
Ein weiterer Absturz in den siebziger Jahren und anhaltende technische Probleme ließen das Überschallprogramm der Sowjets letztlich zum Misserfolg werden, es wurde 1983 eingestellt.
Sie ist eine unvergleichliche Attraktion in der Sammlung außergewöhnlicher Flugzeuge des Museums. Zur Concorde-Info!
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